Was können Sie mit dem Ergebnis anfangen?
Halten Sie Bildschirm und Annahmen gleich und ändern Sie zunächst nur den Sitzabstand. Ein näherer Sitzplatz vergrößert den Bildwinkel und erhöht die Pixelschätzung dieses Modells. Der Rastervergleich zeigt, wie viele horizontale Pixel Full HD, 4K UHD oder 8K UHD im Verhältnis dazu bieten. Die Prozentzahl beschreibt die Pixelanzahl, keine Bildqualitätsnote.
Die Berechnung verstehen
Warum die Sehschärfe allein erst der Ausgangspunkt ist
Die bekannte Abschätzung fragt, wie fein ein Detail bei einem bestimmten Bildwinkel für das Auge sein darf. Bei der Referenz Visus 1,0 verwendet das Modell eine Bogenminute, also 1/60 Grad. Ein Bildwinkel von 44,4° ergibt damit in dieser einfachen Rechnung 2.664 horizontale Detailpositionen. Diesen Ausgangswert zeigt der Rechner neben Ihrem aktuellen FGRD-Ergebnis.
Feine Muster brauchen genügend Abtastpunkte
Eine helle und eine dunkle Linie bilden ein wiederkehrendes Detail. Wird ein solches Muster zu grob abgetastet, können falsche Strukturen entstehen: Moiré, treppenförmige Kanten oder Flimmern bei Bewegung. Das kann Aufmerksamkeit auf sich ziehen, auch wenn einzelne Pixel schwer zu unterscheiden sind. Das Nyquist-Shannon-Abtasttheorem beschreibt den Zusammenhang zwischen rekonstruierbaren Details und Abtastabstand für ein bandbegrenztes Signal; in der Praxis wirken Filterung und Abtastdichte zusammen.
FGRD bezieht diese Abtastüberlegung über Ni in die Sehschärfe-Abschätzung ein. Bei Ni = 0,5 verdoppelt das Modell die Anzahl der Abtastpunkte. Dazu kommt der Diagonalfaktor: Der Abstand zum diagonalen Nachbarn im quadratischen Raster beträgt √2, also rund 1,41-mal den horizontalen Abstand. FGRD nutzt 1,41 als veränderbare Modellannahme für diagonale Details. Zusammen ergeben die Standardfaktoren 1,41 / 0,5 = 2,82. Bei 44,4° und Visus 1,0 sind das rund 7.512 horizontale Pixel statt 2.664.
Die Auflösung auf das Seherlebnis abstimmen
Wählen Sie zunächst die Bildgröße und den Sitzplatz, bei denen Ihnen die Bildwirkung gefällt, und vergleichen Sie dann die Auflösung für diesen Aufbau. Ziel ist, dass der Inhalt Ihre Aufmerksamkeit hält und Pixelstrukturen sowie Abtastartefakte in den Hintergrund treten. Prüfen Sie anspruchsvolles Material mit diagonalen Kanten, feinen Texturen und bewegten Mustern. FGRD ist ein Planungsmodell: Aliasing im Quellbild, Skalierung, Nachschärfung und Displayverarbeitung beeinflussen das Ergebnis ebenfalls; mehr Displaypixel holen bereits verlorene Quelldetails nicht zurück.
Von Ihrem Aufbau zur Formel
FGRD steht für Florian’s Geeky Resolution Demand. Das Modell verbindet das horizontale Sichtfeld mit einem gewählten Visuswert und zwei ausdrücklichen Sampling-Annahmen. Diagonale und Seitenverhältnis bestimmen die physische Bildbreite. Im Abstandsmodus ergibt sich daraus zusammen mit dem Sitzabstand der Winkel. Im FOV-Modus bestimmt der Winkel den Sitzabstand.
N = FOV × 60 × Visus × DiaF / Ni
FOV wird in Grad angegeben. Das Modell verwendet 1/Visus Bogenminuten als Annahme zur Winkelauflösung. Ni ist ein Divisor: 0,5 erhöht die Anzahl um das Zweifache. DiaF multipliziert die Schätzung für diagonale Strukturen. Historische Standardwerte sind 0,5 und 1,41. Diese Faktoren sind veränderbare Modellparameter, keine universellen Display-Anforderungen.
Das Ergebnis einordnen
Das Hauptergebnis ist eine horizontale Pixelschätzung. Vertikale Pixel und Megapixel setzen dieselbe Sampling-Dichte auf beiden Achsen und das gewählte Seitenverhältnis voraus. Full HD, 4K UHD und 8K UHD werden nach Rasterbreite verglichen; daraus entsteht keine Display-Rangliste. Optische Unschärfe, Anti-Aliasing, Bewegung, Kontrast und Betrachtungsbedingungen beeinflussen die Sichtbarkeit.
Originalfolien aus den Vorträgen
Die englischen Originalfolien ergänzen den Rechner als anschauliche Erklärung. Öffnen Sie eine Folie in Originalgröße, um die Details zu lesen.
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Zum Abstandsbeispiel auf den Folien: Bei 16:9 entsprechen 2,5 Bildhöhen rund 39,1°; 44,4° entsprechen rund 2,18 Bildhöhen. Der Rechner verwendet die oben erläuterte Geometrie. Sehschärfewerte in Bogenminuten werden für die Umrechnung in Grad durch 60 geteilt.
